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Intuitives Umsorgen - so gelingt die gesunde Bindung zum Kind

  • Autorenbild: Isa
    Isa
  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Rüstzeug für eine glückliche Zukunft 


Für die kindliche Entwicklung ist eine sichere Bindungsbeziehung zwischen Eltern und Kind ein grosser Vorteil. Sie dient als Fundament und unterstützt die Entwicklung des Selbstwertgefühls und erhöht gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit und RESILIENZ des Kindes. Auch zukünftige Beziehungen werden durch die sichere und gesunde Bindung positiv beeinflusst.


Ein starker Selbstwert, Resilienz und das Vertrauen in sich selbst und die Umgebung sind wichtige Grundpfeiler, um mit widrigen Umständen und Belastungen im Alltag besser zurecht zu kommen. Das gilt für Erwachsene und Kinder gleichermassen.


Es macht also Sinn,

die Entwicklung und Festigung dieser Fähigkeiten bei Kindern achtsam zu begleiten. Und ihnen damit Rüstzeug für eine glückliche Zukunft an die Hand zu geben.


Viele Eltern sind daher bemüht, mit ihren Kindern genau darauf hinzuwirken. Sie lesen Bücher und Blogs, nehmen an Kursen teil und arbeiten manchmal sogar eigene Kindheitserfahrungen auf, um ihr geprägtes Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern zu verbessern.


Und dennoch ist es manchmal gar nicht so leicht verinnerlichte Muster abzulegen oder zu verändern und neue Wege zu gehen.

Eigene Kinder emotional, psychisch und körperlich gesund beim Heranwachsen zu begleiten, kann uns immer mal wieder an unsere Grenzen führen.


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Elterlicher Stress wirkt sich auf unser Verhalten aus


Fakt ist: Nebst eigenen und individuellen Lebenserfahrungen, die wir als Eltern mit uns rumtragen, begegnen uns in unserem Alltag immer wieder belastende, erschwerende und oft auch unerwartete Umstände, die uns zusätzlich herausfordern. Und so geraten wir ganz schnell in die Stress-Spirale.


Was Stress bewirkt - einfach erklärt


Stress wirkt sich immer auf unsere emotionale Befindlichkeit aus. Je feinfühliger wir sind, je mehr stressende Faktoren auftauchen, umso anstrengender wird das Ausgleichen im Familienalltag.


Für eine sichere Bindungsqualität ist das feinfühige Wahrnehmen unserer Kinder eine zentrale Aufgabe. Kinder senden Signale, da sie meist noch nicht in der Lage sind, Umsthände, Sorgen, Ärgernisse und Frustrationen verbal schlüssig mitzuteilen. Es geht also darum, diese Signale zu erkennen:


  • Interpretation

  • Verständnis

  • Mitgefühl


sind für die Geborgenheit und das Vertrauen wichtige und unerlässliche Faktoren.


Nicht immer gelingt es uns auf Anhieb, die richtige Antwort oder die beste Handlungsoption bereit zu halten und angemessen auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen. Und dennoch kennen wir Eltern diese Situation alle: Jetzt und sofort. Eine Antwort. Ein "ja" oder ein "nein" muss her. Glauben wir.


Falls du dich hier wiedererkennst, kann ich dich beruhigen. Es geht uns allen ab und zu so. Und nein: Wir müssen nicht immer gleich sofort entscheiden.


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Um den eigenen Stress in Konfliktsituationen zu reduzieren, können kleine SOS-Massnahmen sehr viel bewirken:


Frage dich selbst: "Muss jetzt gleich sofort eine Entscheidung her? Kann ich mir ein paar Minuten in Ruhe überlegen, wie ich entscheiden möchte?"

Erkläre deinem Kind wohlwollend, dass du diese Entscheidung ein paar Minuten Zeit brauchst.


Falls du diese Strategie noch nicht oft angewendet hast, braucht es zu Beginn vielleicht ein bisschen Übung, bis das Kind sich an diesen neuen Ablauf gewöhnt hat. Bleibst du aber dran, an dieser Haltung, wirst du bald bemerken, dass sich diese Handlungsimpuls-Kontrolle enorm positiv auf eure Bindungsqualität auswirkt.


Zwischen dem Ereignis und unserer Reaktion liegt nämlich immer ein Zeitfenster. Wenn wir es wahrnehmen, haben wir gute Chancen eine faire und für alle Beteiligten angemessene Entscheidung zu treffen, mit welcher sich im Anschluss alle wohlfühlen.


DIE AUSWIRKUNG


Kinder lernen bei dieser Haltung, dass Geduld und Umsicht sich auszahlen. Denn das Kind verinnerlicht, dass es mit seinen Bedürfnissen gut bei uns aufgehoben ist, dass wir zuhören und sein Anliegen uns so wichtig ist, dass wir uns dafür Zeit nehmen.


Und gleichzeitig sinkt der Stresspegel auf beiden Seiten. Das Kind fühlt sich sicher und kann die Lage einschätzen. Es vertraut darauf, dass wir sein Bedürfnis wahr - und ernst nehmen. Dieses Gefühl schafft Geborgenheit und eine gewisse Sicherheit.


Ein Kind, welches nie weiss, wie die elterliche Reaktion im Stressmoment ausfallen wird, wird sich automatisch verunsichert fühlen und entweder versuchen in die Überanpassung überzugehen oder rebellisch reagieren. Eine natürliche Agression kann in einem solchen Moment ruhig auch mal Platz haben. Es kann und soll nicht immer alles Harmonie und Frieden sein.

Konflikte (auf positive Weise ausgetragen) sind für eine gesunde und emotionale Kindesentwicklung wichtig.


Stabilität ist der Schlüssel


Wenn es sich also sicher und wohlwollend aufgehoben fühlt, wird sich die Bindungsqualität weiter verstärken und stabil bleiben. Das, was viele Eltern als „intuitives Umsorgen“ oder „Bauchgefühl“ bezeichnen, ist das intuitiv richtige Eingehen auf das Kind. Und das gelingt nur mit einer gelassenen und besonnenen Haltung.

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Stress ist also ein ganz wichtiger Einflussfaktor auf unser Verhalten. Oft ist es das (aus Sicht des Kindes normale, kindliche) Verhalten, das unser durch den Alltag aufgefülltes Stressfass zum Überlaufen bringt.


Als Beispiel: Nach einem ohnehin stressigen Tag verkippt das Kind am Tisch sein Getränk abends. Wären wir ausgeglichen nach einem ruhigen Tag würden wir vielleicht viel besonnenen reagieren als wenn wir ohnehin angespannt sind und in dem verkippten Getränk nur noch eine weitere Tätigkeit sehen, um die wir uns kümmern müssen und ärgerlich werden.


Hast du schon von der Wahrnehmungs-Umkehr gehört?

Ebenfalls ein Supertool, um Konfliktsituationen abrubt zu durchbrechen. Und schon löst sich der Ärger auf. Denn: Wir können alle mit unserer Aufmerksamkeit nur an einem Ort gleichzeitig sein. Das ist ein prima Werkzeug! Gleich ausprobieren!


Zum Beispiel mit einer Fantasiereise zum Vorlesen - oder einem Audio zum beruhigen



Es sind nicht immer „nur“ die Eltern Schuld


Unsere Kinder kommen schon mit unterschiedlich ausgeprägten Temperamentsdimensionen zu uns und manche Kinder sind ruhiger, andere aufgeweckter, manche aggressiver, manche zurückhaltender.


Kinder sind keine Tongefässe, die wir formen können. Und auch Eltern bringen unterschiedliche Temperamente und verschiedene eigene Erfahrungen mit in das Familienleben, die ihr Handeln leiten und mehr oder weniger Unterstützung und/oder Bearbeitung für ein bedürfnisorientiertes Zusammenleben benötigen.


Zu diesen vielen schon feststehenden Faktoren kommt als grosser Einflussfaktor dann noch der Stress unserer Zeit hinzu, der sich auf die Feinfühligkeit auswirkt, auf unsere persönlichen Ressourcen und überhaupt die Möglichkeit, Zeit zu haben, um Hilfen in Anspruch nehmen zu können und Zugang zu ihnen zu haben.


Zeitenwandel im Familienleben

Es liegt nicht nur alles in den Händen der Eltern.

In den vergangenen Jahren haben wir zuerst daran gearbeitet, das Bild davon zu verändern, was Kinder brauchen und die Bedeutung der sicheren Bindung in den Vordergrund zu rücken.


Danach kam die Bedeutung der Selbstfürsorge von Eltern verstärkt in den Fokus.

Für ein gesundes Aufwachsen der Kinder, ist der Blick auch auf die allgemeinen Rahmenbedingungen zu richten:

Nicht alle Stressfaktoren liegen im Rahmen persönlichen Handlungsspielraums und können von Eltern selbst verändert werden. Das kann uns beruhigen.


Eltern sind darauf angewiesen, dass sie gute Rahmenbedingungen geboten bekommen, in denen sie ihre Kinder begleiten können. Dies bezieht sich sowohl auf finanzielle Rahmenbedingungen, als auch Zugang und Vorhandensein von Hilfs- und Beratungsangeboten, aber auch auf allgemeine Umstände wie Arbeitszeiten, Druck durch Arbeitgeber*innen, Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten, Angst vor Altersarmut, die wieder den Arbeitsstress erhöht, und so weiter.


Selbstfürsorge - Ich habe doch keine Zeit für mich!

Stressentlastung für Familien ist ein wichtiger Faktor. Und ebenso gut für dich selbst zu sorgen.

Selbstfürsorge ist kein Hype - es ist eine wichtige Fähigkeit, um immer wieder deine eigenen Batterien zu laden und dein Inneres zu stärken.


5 Minuten Selbstreflektion pro Tag beispielsweise, kann dein Nervensystem wirksam und rasch beruhigen. Wie das geht? Ganz einfach. Mit Journaling - oder einfach gesagt: Tagebuch-Schreiben.


Die Wissenschaft belegt es längst: Gedanken aufzuschreiben, beruhigt, hilft zu verarbeiten und stärkt gleichzeitig dein emotionales Immunsystem.





Bleib dran - du hast es in der Hand. Und zwischendurch nicht vergessen:

Tief ein- und ausatmen. Ankommen. Und ein bisschen bei dir bleiben.



 
 
 

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