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Eine Generation unglücklicher Kinder?

Kürzlich habe ich in einem Fokus-Beitrag "Wir erziehen eine Generation von unglücklichen Kindern" ein interessantes Interview gelesen. Wenn du reinschauen möchtest: hier der Link.


Tja, was ist los mit unseren Kindern? Offensichtlich geht es einigen von ihnen nicht gut. Die Ambulatorien und Psychiatrien sind überfüllt und die Wartezeiten für Abklärungen sehr sehr lang. Und in diesem Warteraum verzweifeln Eltern, deren Kindern es immer schlechter geht. Die Ratlosigkeit ist gross.


Fakt ist: Die aktuelle Gesundheits-Situation dauert nun schon fast zwei Jahre an. Eine kurze Zeit - eine lange Zeit. Je nachdem, aus welcher Perspektive wir darauf schauen. Doch für Kinder bedeuten zwei Jahre eine enorm lange Phase in ihrer Entwicklung. Nicht nur die gesundheitlichen Aspekte, die viele Menschen verunsichern und mehr und mehr unter Stress setzen, sind ein Faktor, sondern auch die damit verbundenen veränderten Alltagssituationen und die grossen Ängste, die mit dieser ungewissen Zeit einhergehen.


Vieles hat sich geändert - statt Hallenbad, Ausflügen und aktiven Kultur- & Freizeitaktivitäten (die auf Grund der Umstände auf ein Minimum reduziert sind) spielt sich das Leben mehr und mehr digital ab. Auch für Eltern mehrerer Kinder oder Alleinerziehende mit kleinem Budget, ist das Ausleben von Freizeitaktivitäten im Rückgang. Nicht jede Familie kann sich ein Kinobesuch leisten, der so viel kostet, wie ein halber Wocheneinkauf.



Die Magie der digitalen Welt


Die digitale Welt ist eine faszinierende Welt - schon fast ein bisschen magisch. Anziehend und verleitend, eröffnet sie uns eine Galaxie an unbegrenzten Möglichkeiten des Verweilens - auf welcher Plattform auch immer. Und das gilt für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche und Kinder.

Seien wir ehrlich: Der ditigale Babysitter kann zuweilen ganz praktisch sein. Nur versteckt sich genau hier das grosse Risiko. Denn er ist komfortabel, kostenlos, unbegrenzt und jederzeit verfügbar.


Eltern, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, stellen bald fest, der Zündstoff für Konflikte ist genau in diesem Bereich riesig und kaum in Grenzen zu halten. "Mamiiiiii, nur noch dieses Spiel beenden." oder "Papi, kann ich bitte bitte noch länger gamen?"

Die Frustration, die bei einem "Nein" entsteht, ist zuweilen für Eltern schwer auszuhalten. "Na dann, spielst du halt noch ein bisschen." Selbst für reflektierte, gefestigte Eltern kann dieses Hin-und-her zum Spiessrutenlauf werden.


Langeweile, spielen in der realen Welt und Selbstbeschäftigung sind wichtige Pfeiler für ein mentales und physisches Grosswerden.


Wenn Kinder aber nicht mehr wissen, wie Spielen im realen Leben geht oder die Gewohnheiten, digital abzutauchen immer mehr werden, schleicht sich ein dauerhaftes Verhalten ein. Oftmals kombiniert mit einer mangelnden Aufmerksamkeit der Eltern oder Bezugspersonen, entsteht ein Kreislauf, der kaum mehr aufzuhalten ist. Eingeschliffene, nicht-förderliche Verhaltensmuster sind schwer aufzulösen. Bei allen Menschen - seien sie Erwachsene, Jugendliche oder Kinder. Sie benötigen Zeit, Aufmerksamkeit und Durchhaltewille und solide Strategien.


Was aber kann helfen? Wie kann der Kreislauf durchbrochen werden? Wie können wir als Eltern Einfluss auf das glückliche und gesunde Grosswerden unserer Kinder nehmen? Durch Erkennen. Durch Aufmerksamkeit und durch eine bewusste und achtsame Haltung. Und das ist gar nicht mal so schwer, wie wir manchmal glauben oder denken. Klar, es braucht Engagement und Hingabe, Durchhaltewille und Selbstüberwindung. Klingt anstrengend? Ist es zu Beginn auch. Aber danach wird es leichter und lässt sich dauerhaft aufrecht erhalten.


Was können wir besser machen?


Als Eltern können wir die Kinder ernst nehmen – und zwar als Kinder ernst nehmen. Wir dürfen lernen, die Perspektive der Kinder einzunehmen und uns mit ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Wir dürfen ihnen die Chance geben, sich gesund zu entwickeln und das Leben in voller Qualität zu erfahren. Und wir dürfen uns selbst mehr einbringen und Aufmerksamkeit an den Tag legen. Das bedeutet auch, unsere eigenen Ablenkungen beiseite zu legen und uns anstelle unseres eigenen Entertainments mit Wohlwollen, Hingabe und Interesse unseren Kindern aktiv zuzuwenden, dann wenn sie uns brauchen. Nicht um ihnen zuzudienen, um sie vor eine unmögliche Anzahl an Auswahlmöglichkeiten zu stellen, sondern um sie sinnvoll und aufmerksam zu begleiten.



Das Mindful-Parenting - oder zu deutsch die achtsame Elternschaft - ist eine gesunde Möglichkeit, wieder in eine gemeinschaftsbezogene Familienform zu finden. Und wie sie sich umsetzen lässt, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


In der Kürze bedeutet es: Sei da. Sei achtsam. Sei aufmerksam. Es ist einfacher als du denkst.


Need a little help? Falls dir die Umsetzung nicht so leicht gelingt, dann schau mal hier rein:

freebee achtsam eltern sein(1)
.pdf
Download PDF • 4.11MB

Und ja: Elternsein ist nicht immer leicht. Manchmal auch sehr herausfordernd. In Augenblicken der Überforderung können wir einfach auch daran denken: Morgen ist ein neuer Tag und wir haben erneut die Chance, unser Bestes zu geben - zum Wohle aller.



Glücksmomente kann man tatsächlich sammeln. So geht ihr vor:


Sucht euch ein schönes, grosses Glas mit Deckel aus (oder eine transparente Box).

Schnappt euch ein kleines Blatt Papier und schreibt jeden Sonntag euren schönsten Glücksmoment der Woche drauf. Anschliessend wird der Glücksmoment ins Glas gelegt. Ende des Jahres, oder auch mal dazwischen, könnt ihr das Glas öffnen und gemeinsam eure Glücksmomente bestaunen. So einfach ist Achtsamkeit im Familienalltag :-)


Und wenn mal alle Stricke reissen


und der Haussegen so schief hängt, das keiner mehr sich wohlfühlen kann, dann gibt es immer die Möglichkeit sich Hilfe zu holen. Wir müssen nicht immer alles alleine schaffen. Manchmal hilft ein neutraler Blick von aussen, einige Tipps und ein frischer Blick mit einer gut justierten Strategie. Und schon geht die Sonne wieder auf und das Familienleben wird zu einem schönen Ort des Zusammenseins für Gross und Klein. Ich helfe euch von Herzen gerne weiter. Einfach mit mir Kontakt aufnehmen und herausfinden, ob ein Eltern-Mentoring für euch das Richtige ist.


Bis bald und alles Liebe & Gute für euch

Deine Isa





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