• Isa

Adios Glaubenssätze!

Aktualisiert: 16. Mai 2021

Wir sind Weltmeister darin, uns selbst etwas vorzumachen. Wir glauben, was wir denken, tun was wir glauben und erhalten am Ende genau das passende Resultat in unserem Leben. Das ist dann aber leider manchmal nicht das, was wir eigentlich haben wollten. Dumm gelaufen. Das ist kein Zufall und noch viel weniger Schicksal.


Kling gewagt? Ist es nicht. Wie funktioniert das Ganze mit der Wahrnehmung? Du besitzt bestimmt auch eine Sonnenbrille. Nehmen wir an, es sei eine mit getönten Gläsern. Wenn wir die Welt ohne Sonnenbrille betrachten, dann sieht die Welt normal aus, so normal, wie wir sie eben wahrnehmen. Setzen wir jedoch die Sonnenbrille auf, dann verändert sich die Wahrnehmung. Je nach Tönung sieht die Welt auf einmal dunkler aus, brauner oder bläulicher, je nachdem welche Farbe die Tönung unserer Gläser hat.


Das ist ein prima Beispiel für unsere Wahrnehmung. Die Welt ist nämlich nach wie vor noch genau die selbe wie vorher. Doch mit dem Tragen der Sonnenbrille erscheint sie uns verändert. Je länger die Brille auf unserer Nase verweilt, umso weniger sind wir uns dessen bewusst. Wir gewöhnen und daran und glauben nach einer Weile, dass die Welt da draussen tatsächlich genauso ausssieht. Legen wir später die Brille ab, stellen wir auf einmal fest: Oh! Die Welt sieht ja in Wirklichkeit ganz anders aus!


Und genauso ist es mit unserer Wahrnehmung in Hinsicht auf unser Leben und die Erlebnisse und Geschehnisse in unserm Alltag. Wir haben sozusagen permanent eine Brille auf. Unsere eigene Brille. Sie macht die Wahrnehmung aus, die wir empfinden. Sind wir von Natur aus eher optimistisch, wird unsere Wahrnehmung immer etwas heller sein. Sind wir eher pessimistisch, wird sie immer etwas dunkler sein. Je nach dem, wie wir die Dinge in unserem Leben eben sehen. Da könnten wir uns fragen: Ist Optimismus oder Pessimismus angeboren oder erworben? Vermutlich beides. Je nachdem welche angeborenen Merkmale wir genetisch mitbringen, welches Umfeld uns umgibt und welche Erfahrungen wir im Laufe des Lebens machen, so tendieren wir eher zum Einen oder zum Anderen.



ALLES EINE FRAGE DER BLICKRICHTUNG

Glaubenssätze funktionieren also wie eine Brille. Wenn wir demnach glauben, dass wir nichts können, werden wir auch immer wieder Bestätigung darin finden, dass wir nichts können. Selbst wenn uns etwas super gelingt, werden wir dennoch eher darauf Acht geben, was nicht so gut war, was uns nicht gut gelungen ist. Wenn wir glauben nicht liebenswürdig zu sein, werden wir im Laufe unseres Lebens immer wieder die Situationen extremer wahrnehmen, welche das bestätigen. Abweisungen oder Konflikte werden uns darin stärken, zu glauben, dass wir nicht liebenswert oder liebenswert genug sind. Je länger wir das glauben, umso mehr werden wir davon überzeugt sein, dass das wahr ist. Denn wir tragen ja unsere Brille.


ADIOS GEWOHNHEITEN!


Wir können diesen Glaubenssätzen getrost ’Bye-bye’ sagen. Sie liebevoll verabschieden und in Rente schicken. Die Brille ablegen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Wieso ist das so? Weil wir uns selbst konditionieren. Das Konditionieren ist ein Antrainieren von Angewohnheiten, die wir über längere Zeitabstände beibehalten. Je länger wir etwas tun, denken und glauben, umso normaler erscheint es uns. Irgendwann geht die Angewohnheit in unser Unterbewusstsein über und springt immer dann wieder an, wenn eine Situation diese Konditionierung auslöst.


So lange wir uns dessen nicht bewusst sind, läuft dieses Undercover-Programm weiter. Wir könnten sogar sagen, dass uns diese Undercover-Programme lenken. Werden wir uns jedoch gewahr, dass es so ist, können wir diese Konditionierung verändern.

Du kannst dir überlegen, welche Glaubenssätze in dir schlummern, indem du dir dein Leben etwas genauer anschaust. Überdenke Situationen, welche sich für dich ungut anfühlen. Wann geschieht dies? In welchem Kontext? Was passiert in deinem Leben, was dazu führt, dass du immer wieder auf gleiche oder ähnliche Situationen triffst? Was beschäftigt oder quält dich aktuell am meisten? Kannst du herausfinden, wieso das so ist?

Lerne dich selbst zu beobachten und deinen Glaubenssätzen auf die Schliche zu kommen. Das bedarf zu Beginn etwas Übung, doch mit der Zeit geht es immer einfacher.

Ein ideales Werkzeug dafür ist ein Tagebuch. Tagebücher werden heute oft trendy ‘Journal’ genannt. Es ist dennoch genau das Gleiche. Ein Tagebuch ist ein hervorragendes Tool, um deine Gedanken in Form zu bringen und sie festzuhalten.

DER ZAUBER DES AUFSCHREIBENS


Indem wir nämlich unsere Gedanken aufschreiben, verlangsamt sich unser Gedankenfluss. Das hilft uns, klarer zu sehen und langsamer an die Sache heranzugehen. Schreib auf, was dir in den Sinn kommt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Du kannst täglich schreiben, wöchentlich oder gar mehrmals am Tag. Es empfiehlt sich dranzubleiben und regelmässig zu schreiben. Insbesondere am Anfang. Es kann sein, dass dir zu Beginn nicht viele Gedanken klar genug erscheinen, um sie sortieren zu können. Das macht nichts. Übung macht den Meister. Je länger du dranbleibst, umso einfacher wird die Übung für dich. Schreib immer wieder locker drauf los und lass dich überraschen, was dabei herauskommt.


Das Tagebuch hat einen weiteren Vorteil: Du kannst immer wieder zurückblättern und nachlesen, was du schon aufgeschrieben hast. Das kann über kurze, mittlere oder längere Zeiträume sehr hilfreich und auch äusserst interessant sein. Denn so kommst du deinen Gedanken und Glaubenssätzen näher. Sie werden dir bewusst. Im besten Fall erkennst du sogar Muster und Wiederholungen. Du kannst auch besser erkennen, was sich in deinem Leben alles ereignet und welche Erlebnisse zu welchen Situationen geführt haben. Und ausserdem kannst du auch feststellen, wie du auf die jeweiligen Ereignisse reagiert hast und wie du gehandelt hast. Das kann dich auf die Fährte deiner Glaubenssätze und Konditionierungen führen.


Glaubenssätze können verändert werden, indem sie erkannt werden und indem wir sie annehmen. Es geht nicht darum sie auszuradieren, sondern uns ihrer BEWUSST zu werden, damit wir sie erkennen. Genau so, wie diese Glaubenssätze entstanden sind, können auch neue entstehen. Wenn wir uns bewusst sind, was in uns abgeht, können wir das Ruder übernehmen und müssen uns nicht mehr einfach dem Leben hingeben. Wir können selbstwirksam entscheiden, wohin der Weg geht, wie und mit wem.


Weisst du nicht genau, wie du die Sache anpacken sollst? Brauchst du Hilfe oder Unterstützung? Dann melde dich bei mir - ein Coaching ist in diesem Fall genau das Richtige für dich. Ruf mich an - wir besprechen dein Anliegen in einem kurzen telefonischen und kostenlosen Vorgespräch. Ich freue mich auf dich!

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